‘Out The Box' ist dafür bekannt, dass namhafte Designer mit Karl aus der Kiste kämpfen. Ein Gegenstand, wahllos aus der Box gezogen, gibt Anlass zu Assoziationen und Möglichkeit, spontan aus dem Nähkästchen zu plaudern – über Erfahrungen im Business und die persönliche Entwicklung. Was mit dem Besuch von Eike König im März 2012 begann, lief nach über einem Jahr Pause nun in die achte Runde.

Dieses Mal zu Besuch: Two Cheesheads and one Islandmonkey  - so die Selbstbeschreibung des niederländisch-britischen Trios auf den eigens für OTB entworfenen, limitierten Plakaten. Ihr eigentlicher und erfolgsversprechender Name: ‘Trapped in Suburbia'. Die preisgekrönten (Käse-)Köpfe aus Den Haag gestalten Ausstellungen, Bücher, Plakate, geben Workshops. Dabei bleiben sie nicht bei einer Disziplin, sondern experimentieren und zweckentfremden alles, was ihnen in die Finger kommt. Eine perfekte Herangehensweise also für einen Abend bei ‘Out The Box'.

Frisch in den Edelstall eingeflogen, zogen sie dann auch so einiges aus der Kiste: Ein Spielzeug-Zoo, Feuerwerkskörper, ein abgegriffenes John-Sinclair-Heft und viele andere Mitbringsel des Publikums stifteten zum Erzählen an. Zum Beispiel von der kommenden Ausstellung von Friedensflaggen – jede entworfen von einem Designer einer Nation, der sich der Frage widmet, wie Frieden in seinem Land symbolisiert werden könnte. 

Das Publikum, das sich dieses mal erfolgreich davor drückte, einen Praktikanten zu stellen, glänzte ansonsten wie gewohnt durch eingeworfene Wortbeiträge und weiß nun, dass die ‘Hipsters of the Netherlands' üblicherweise auf Jägermeisterpartys feiern. Große Zustimmung gab es, als die drei Designer am Ende einstimmig zu dem Schluss kamen: German socks are really good. 

Dieser Feststellung gab es dann kaum noch etwas hinzuzufügen und so ging es im Anschluss direkt an die Edelstall-Bar. Ein schöner Abend, mit äußerst sympathischen Gästen, der lauthals nach neuen Überraschungen verlangt – und zwar ‘Out the Box'.

 

Fotos: Mario Wezel